Mrz
06

Der Pottblog vermutete es als erster: Der WAZ-Konzern hat eine der begehrten Lizenzen für das Lokalfernsehen ergattert, die die Landesmedienanstalt NRW vor ein paar Tagen verteilt hat.

(Nachricht und Links auf medien-monitor.com)

Die WAZ, selbsternannte “Zeitung des Ruhrgebiets” ist zwar im Tageszeitungsmarkt des Ruhrgebiets nicht konkurrenzlos, aber doch ganz schön stark. Dazu kommen die Werbeblättchen (”ORA-Anzeigenblätter“), die Mediathek wir-in-nordrhein-westfalen.de, das Online-Portal der-westen.de, die Beteiligung an Radio NRW und und und. Jetzt also auch noch Fernsehen. Aber das deutete sich ja schon bei der geplanten Zusammenarbeit mit dem WDR an.

Da soll mir noch einer erzählen, die Sozis “könnten nicht in Wirtschaft”. Immerhin ist Bodo Hombach, der Geschäftsführer der WAZ, ein erfahrender Gewerkschafter und Sozialdemokrat.

Was habe ich in Medienökonomie gelernt? In Zeiten degenerativer Medienmärkte verfolge man die “Lokal Hero-Strategie” im regionalen Medienmarkt - quer über alle Medienprodukte und alle Distributionskanäle. Schauen wir mal, ob der Bodo bald der Ruhrgebiets-Hero wird. Zumindest würde sich dann ein alter Wunsch vieler Ruhr-Sozis erfüllen: Das Ruhrgebiet würde endlich mit EINER Stimme sprechen ;-)

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